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Förderung durch Pflegekassen

Förderung durch Pflegekassen

 

Eine Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung und Bestandteil der Mitgliedschaft bei einer Krankenkasse. Die Basis hierfür ist das Pflegeversicherungsgesetz, das besagt, dass wohnumfeldverbessernde Hilfsmittel einer Förderung bedürfen. 

 


Leistungsumfang:

Die Pflegekasse unterstützt bedürftige Patienten bei der Beschaffung technischer Hilfsmittel, wenn sie dazu geeignet sind das eigenständige Leben zu erleichtern.

Zu diesen Hilfsmitteln zählen "behindertengerechte Auffahrrampen". Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören auch alle erforderlichen Umbauarbeiten, die in den Wohnungen bedürftiger Patienten anfallen. 

 


Gründe für die Bewilligung der Förderung

Damit die Förderung für behindertengerechte Auffahrrampen bewilligt wird, müssen sich die Patienten zunächst einer Prüfung unterziehen, die der medizinische Dienst der Pflegekassen durchführt.

Gehören die Patienten nach der Prüfung in die Pflegestufen I, II oder III steht ihnen eine Förderung durch die Pflegekasse zu.

Soll auch das Wohmumfeld konstruktiv verändert werden, wird die Förderungseignung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft.

Ermöglicht oder erleichtert die Maßnahme die selbstständige Lebensführung, wird sie gefördert. 



Die Leistungshöhe

Die maximale Höhe der Förderung für behindertengerechte Auffahrrampen beträgt 2.557 Euro pro Maßnahme, die zur Optimierung des Wohnumfeldes führt (SGB XI § 40).



Ausschluss der Förderung

Eine Förderung durch die Pflegeversicherung kommt nicht in Frage, wenn bereits ein anderer Leistungsträger, wie beispielsweise Unfallversicherungen, die Bewilligung der Förderung zuständig ist.

Darüber hinaus werden nur Förderungsmittel für den Haushalt der Bedürftigen bewilligt, andere Wohnungen, in denen sich der Bedürftige zum Beispiel oft aufhält, können nicht gefördert werden. Um die Förderung zu ermöglichen, muss der Antrag für diese vor Beginn des Umbaus gestellt werden. 
 

 

Bemessungsgrundlagen der Förderung

Behindertengerechte Auffahrrampen, die im Rahmen einer Wohnraumanpassung durch die Pflegeversicherung gefördert werden, übernimmt diese zu 90 Prozent.

10 Prozent der Gesamtkosten muss der Bedürftige allerdings selbst tragen. Dazu gibt es jedoch die Einschränkung, dass der zehnprozentige Eigenanteil nicht höher als 50 Prozent der monatlichen Gesamteinnahmen des Bedürftigen sein dürfen.

Hat der Bedürftige keine Einnahmen, entfällt der Eigenanteil komplett. 

 


Erforderliche Unterlagen für die Antragsstellung

Um eine Bewilligung der Förderung zu bewirken, müssen dem Antragsvordruck entsprechende Belege beigefügt werden, darüber hinaus muss der Antrag zwingend vor dem Baubeginn einer Maßnahme eingereicht werden.

Wichtige Unterlagen für die Antragsstellung sind mehrere Kostenvoranschläge und Fotos des gegenwärtigen Zustands.

Ebenso muss dem Antrag eine Skizze beiliegen, die die geplanten Veränderungen verdeutlicht und begründet. Auch ein Einkommensnachweis sollte beigelegt werden.

Sind alle Unterlagen vollständig vorhanden, ist mit einem verkürzten Verfahren zu rechnen, andernfalls kann es sich in die Länge ziehen, da notwendige Unterlagen nachgereicht werden müssen. 
 


Ansprechpartner der Pflegeversicherung

Der zuständige Sachbearbeiter der Pflegeversicherung ist über die Krankenkasse zu erreichen.